12.17
Ja es kommt mal wieder mein Lieblings Thema … nämlich der Fußball. Hierzu kann man wirklich immer was schreiben, aber im Prinzip ist es immer das gleiche. Alles soll so sein wie es früher einmal war!
Es gibt Stadionverbote nun schon über einen längerem Zeitraum, vor einiger Zeit wurde auch beschlossen, das diese Verbote auch auf Verdacht beruhen dürfen, was meiner Meinung schon ein Freischein für die Vereine und die Staatsmacht ist.
Durch diesen Freischein können die Vereine Fans, die sie nicht wirklich mögen und nicht wie die braven Eventfans sind, die immer jedes Jahr ihr Trikot kaufen und im Stadion etwas essen und auch alle 2 Jahre sich einen neuen Schal im Fanshop holen, aus den Stadien aussperren. Es muss ja nicht viel dafür getan werden, man nehme eine kleine Auseinander Setzung gebe, gebe ein wenig Reizgas hinzu, schüttet noch ein wenig Presse mit ins Feuer und schon hat man den perfekten Grund einem Fan der grade neben der Auseinandersetzung hergelaufen ist ein Stadionverbot zu erteilen. Einfach oder nicht?
Naja ganz so einfach geht es dann doch nicht, aber wir sind leider nicht mehr weit entfernt!
Mittlerweile reichen der Staatsmacht die Stadionverbote allerdings nicht mehr, irgendwann wird es ja auch langweilig, man sieht die Fans, die man nicht im Stadion haben möchte, ja trotzdem noch, weil diese auch bei Auswärtsspielen dabei sind und vor dem Stadion auf ihre Freunde warten um wenigstens ein bisschen von der Stimmung mit erleben zu können.
Also wurden kurzer Hand neue Sachen erfunden, wie das schon beim Spiel Köln gegen Gladbach geltende Stadtverbot für die Kölner, welche sich nicht in der Feindesstadt aufhalten durften.
Dieses Stadtverbot bekamen allerdings nicht nur die Leute mit Stadionverbot auferlegt, sondern auch Leute die in der, für rechtswidrig erklärten, Datei Gewalttäter Sport Datei standen bzw. stehen!
Diese Personen müssen nur einmal bei einem Fußballspiel, weswegen auch immer, ihre Personalien angegeben haben. Es kann sogar sein, das diese Personen noch nie einen Gerichtssaal von innen gesehen haben, trotzdem bekommen diese Leute Stadtverbot, weil sie in der Datei Gewalttäter Sport stehen, welche wie gesagt für rechtswidrig erklärt wurde!
Für die Leute mit Stadtverbot war es damals natürlich schon bitter. Unterstützen konnte und kann ich dieses Stadtverbot in Gladbach zwar nicht, aber ich kann es verstehen, für die Leute die Stadionverbot haben, da dieses Spiel ein Derby ist und es einen großen Hass zwischen den 2 Fangruppen gibt (spätestens seit der Präsentation des UMG Banners in der Kölner Südkurve (07.04.2008)). Allerdings muss man bedenken das auch dort viele unschuldige Leute dabei sind, wegen eben der Stadionverbot-Vergabe Problematik, die ich eben schon erklärt habe.
Dazu muss man sagen, das Stadtverbot hat damals schon nicht viel gebracht, außer hohe Kosten für den Steuerzahler aufgrund des massiven Polizeiaufgebotes (welches die Lage am Kölner HBF nur verschlimmert hat), weil trotz des Stadtverbotes viele Leute sich während des Spiels im Stadion aufgehalten haben.
Als ob das Stadtverbot gegen Gladbach nicht schon schlimm genug für die Betreffenden Fans wäre, geht der Staat jetzt noch einen Schritt weiter. Stadtverbot in der eigenen Stadt!!
Es hört sich kurios an, aber auch in seiner eigenen Stadt kann man ein Zutrittsverbot bekommen! So wird es zum Beispiel beim Spiel Köln gegen Nürnberg am Sonntag der Fall sein.
“Moment mal!”, sagen sich jetzt bestimmt einige von euch, warum den ausgerechnet bei dem Spiel? Das wissen die von den Grünen wohl auch nicht so genau. Angeblich wegen der Feindschaft zwischen den Problemfans des 1. Fc Köln und des 1. FC Nürnberg. Zwischen den Fans von Köln und Nürnberg existiert überhaupt keine Feindschaft, warum den auch? Es ist kein Derby, beide haben keinen großen Geldgeber (so wie andere Vereine) und auch sonst nichts wofür man sich gegenseitig hassen könnte, zumal von Neid auch keine Spur sein kann, da beide Vereine in der unteren Tabellenhälfte zu Hause sind.
Warum also dieses Stadtverbot, welches übrigens auch wieder für die Leute gilt welche in der, rechtswidrigen(!), Datei Gewalttäter Sport stehen?
Dieses Stadtverbot stellt alles da gewesene in den Schatten, nicht nur das Fans nicht einreißen dürfen in eine Stadt (was es schon bei mehreren Vereinen (auch beim Club) gegeben hat). Nein man wird sogar aus der eigenen Stadt “verbannt”. Die Sperrzone ist rund 6,5 Quadratkilometer groß und umfasst unter anderem Braunsfeld, Lindenthal, Müngersdorf (hier ist das Stadion) und Junkersdorf.
In dieser Sperrzone wohnen natürlich auch einige FC Fans, wovon bestimmt auch ein paar von dem Stadtverbot betroffen sind. Werden diese am Sonntag aus ihren Wohnungen vertrieben, oder wie wird dies geregelt? Wer überwacht eigentlich die 6,5km²?
Natürlich ist die Überwachung von den 6,5km² eine Sache der Männer in Grün, also ist damit zu rechnen das ein sehr großes Grünzeugs Aufgebot bei diesem Spiel dabei ist, was wiederum hohe Kosten für den Steuerzahler bedeutet!
Diese kosten könnte man allerdings ganz leicht einsparen, wenn man einfach das Stadtverbot nicht aussprechen würde, da es wie gesagt auch keinen Grund für ein solches Verbot gibt!
Das einzige was durch dieses Verbot erreicht wird, ist das der Hass unter den Fans auf das Grünzeugs größer wird und es da durch öfter zu übergriffen auf diese kommt. Dies sieht man ja in der letzten Zeit immer öfter, man darf allerdings auch nicht vergessen, das die Männer in Grün einen guten Teil dazu Beitragen das es zu diesen Übergriffen kommt, indem diese sehr Provokativ (Helm auf, Reizgas entsichert, Schlagstock in der Hand ect.) und in großer Masse auftreten.
Ganz klar ist, die Repression wird immer schlimmer, da nicht alle Leute nur “Ja und Amen” sagen.
Die Fanclubs des 1. Fc Köln und des FCN werden bei dem Spiel am Sonntag gemeinsam unter anderem mit Spruchbänder auf diese Problematik aufmerksam machen, durch diese Aktion kann man natürlich sehr schön erkennen, wie groß die Feindschaft zwischen den Fans ist. Außerdem werden die Ultrá Gruppierungen des 1. Fc Köln (und bestimmt auch des FCN) auf Optische Unterstürzung, wie Fahnen und Bannern (außer Stadionverbotsbanner alá “Verbannte immer bei uns”), verzichten und vor dem Spiel auch nicht ihre normalen Treffpunkte besuchen, da sich auch diese in der Sperrzone befinden und damit für ihre Freunde nicht zugänglich sind.
Nach dem Spiel wollen einige Fans aus der Kölner Szene gemeinsam zum der Stadtverbotsgrenze gehen und dort die Stadtverbotler begrüßen, um damit zu zeigen das sich de Szene nicht unterdrücken lässt, egal was sich das System einfallen lässt.

dieser Text wurde wundervoll geschrieben, ein riesen Lob an den Autor